Wo wir uns einordnen
Das icc³-Prinzip steht für vernetztes Denken und differenzierte Problemlösung auf organisatorischer und strategischer Aufgabenebene. Für Durchgängigkeit in der Berücksichtigung systemischer Komplexität in Analyse, Planung und Umsetzung. Über Funktions- und Abteilungsgrenzen, über Einzelprojekte und Zielsysteme hinweg.
Natürlich ist:
Einfache, eindimensionale Probleme bedürfen (allein aus Effizienzgesichtspunkten) einfacher Herangehensweisen zu deren Lösung. Lineares Denken, Fachwissen und stringente Funktionsorientierung führen hier auf direktem Wege zum Ziel. So weit so gut.
Wäre da nicht das Problem, dass die qualitative Bedeutung, die Geschäftsrelevanz dieser Probleme in den meisten Industrien fortwährend abnimmt. Sind auch Probleme, deren Komplexität ein kritisches Maß übersteigen, weiterhin in der Minderzahl, sind in der Regel gerade sie von strategischer Bedeutung. Ob Outsourcing von Abteilungen, Spin-Offs oder Internationalisierungen, ob einschneidende Veränderungen in Vertriebsstruktur, Produktportfolio oder Arbeitszeitmodellen. Wenn es drauf ankommt, ist das Spiel der Wechselwirkungen hoch sensitiver oder auch politischer Faktoren oft undurchdringbar. Entscheidungen zu treffen, stellt das Management in diesen Kontexten vor immer komplexere Problemstellungen.
Diese zu lösen, verlangt von Unternehmenslenkern und Management, neue Wege zu gehen. Eine neue Sicht der Wirklichkeit zu entwickeln. Komplexität in ihre Entscheidungsprozesse einzubeziehen, ein optimales Maß an Spezialisierung und Detailtiefe für die Beantwortung der jeweiligen Fragestellung zu finden. Unsere Mission ist es, Sie auf diesem Wege zu begleiten.
Unseren Fokus legen wir dabei darauf, Ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen Sie in der Lage sind, die in Ihrem Unternehmen anstehenden Aufgaben weitgehend eigenständig zu lösen. Moderne, in unterschiedlichen Fachdisziplinen entwickelte Management-Werkzeuge bilden dabei das Fundament unseres strukturierten Unternehmensentwicklungsansatzes, der nicht nach der Modellierung von Markt- oder Technologieszenarien oder der Entwicklung in sich vielleicht schlüssiger, doch im Gesamtunternehmenskontext suboptimaler, weil eindimensional funktional orientierter Konzepte, aufhört.
Wir verfügen über Branchen- und Fachexpertise, sind jedoch bis auf dem Gebiet der Organisationsentwicklung funktional keine Spezialisten. Dieses Feld überlassen wir anderen.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit unseren Kunden die Intelligenz in Unternehmen systematisch nutzbar zu machen, systemische Elemente im Denken und Handeln des Managements zu verankern und ebenso neue Perspektiven zu öffnen, wie nachhaltige Wertemuster anzubieten. Mit unserem Instrumentarium an aus der systemischen Organisationsberatung entlehnten Analyse- und Interviewtechniken, mit Formen der Szenariomodellierung sowie den klassischen Tools des strategischen Managements, mit der Erfahrung in der Geschäftsleitung internationaler Konzerne und letztlich professionellem, systemischem und kreativem Vorgehen positionieren wir uns an der Nahtstelle zwischen Strategieberatung, Wissensmanagement und operativen Unternehmenseinheiten. Wir hinterfragen Zielsetzungen und refokussieren unsere Kunden auf Schlüsselfaktoren in der Unternehmenssteuerung. Wir reduzieren Detailtiefe zum Zwecke tieferer Einsichten und schaffen zukunftsfähige, situationsangepasste Organisationsstrukturen.
Hier beraten wir unsere Mandanten auch funktional. Wobei die Modelle Ergebnisse vorangegangener Analysen, ergänzt um die Expertise aus vielen Projekten auf dem Gebiet von Unternehmenszusammenschlüssen, Reorganisationen und Unternehmensführung im internationalen Kontext, sind.
Von der Business Analyse bis zur Übernahme einzelner operativer Managementmandate auf dem Gebiet der Organisationsentwicklung folgt unser Handeln der Maxime der Involvierung und Kommunikation. Durch Verwendung von Fallbeispielen und Simulationen zeigen wir Optionen auf und machen Konsequenzen transparent. Semantische Dissonanzen in der Kommunikation von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen können so über spezielle Interview- und Analyseverfahren aufgedeckt und über die Erfahrung individueller Bedeutungsräume des Einzelnen nachvollzogen und bewältigt werden.
Systemische Organisationsberatung
Systemische Organisationsberatung ist ein Konzept, das vor allem seine historischen Wurzeln in der Familientherapie und der Systemtheorie hat. Die systemische Organisationsberatung geht davon aus, dass sich komplexe Organisationsprobleme nicht lösen lassen, wenn man die Aufmerksamkeit lediglich auf ein oder wenige Elemente richtet. Vielmehr werden Unternehmen als mehrdimensionale soziale Systeme gesehen, die zwar über ein eigenes Innenleben verfügen, jedoch nur existieren und existieren können, indem sie als Subsystem von größeren Systemen mit anderen Systemen kommunizieren und Beziehungen aufbauen.
Ein weiteres wesentliches Element ist die “systemische Haltung”: hierzu gehören Überzeugungen wie Entdramatisierung; das Verständnis von Widerspruchsakzeptanz als Bereicherung; Perspektivwechsel, um anderes Verhalten zu ermöglichen und die Akzeptanz eines Zeitbedarfes für Veränderungsprozesse. Letztlich folgt man dem Gedanken, dass sich die Erkenntnisse wirklicher Ursachen zumeist erst durch Analyse der vernetzten Zusammenhänge ergeben.
Das Ziel der systemischen Organisationsberatung ist es, langfristige, nachhaltige Lern- und Erneuerungsprozesse zu initiieren und zu begleiten, um Systeme (Organisationen) überlebensfähiger, erfolgreicher und effizienter zu machen.